Internet: EU schützt Party-Ausrutscher

17. März 2011
Presseurop
The Guardian

„EU fordert mehr Privatsphäre von sozialen Netzwerken“, titelt The Guardian am Tag nach der Rede von EU-Justizkommissarin Viviane Reding vor dem Europäischen Parlament. Darin kündigte sie an, dass sie Internetnutzern ein „Recht“ darauf einräumen möchte, „online in Vergessenheit zu geraten“. Noch vor dem Sommer soll es eine Reihe von Vorschlägen geben, mit denen Reding Facebook und andere soziale Online-Netzwerke dazu zwingen will, ihre Standardeinstellungen mit hohen Datenschutzstandards auszustatten. Der Internetbenutzer soll wieder die Kontrolle haben. Laut der Mitarbeiter Redings sind die aktuellen Datenschutzeinstellungen für den Durchschnitts-User auf Facebook „zu kompliziert“. In den neuen Regeln soll die Privatsphäre „fest verankert“ werden. Damit soll „unter anderem“ gewährleistet werden, „dass potenzielle Arbeitgeber auf Facebook keine alten Party-Bilder mehr finden, auf denen allein ein Lampenschirm als Kleidungsstück dient“, witzelt die Londoner Tageszeitung.