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29. August 2012 – Presseurop La Repubblica, La Vanguardia, De Morgen & 4 weitere

Beim heutigen Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel wird Italiens Premier Mario Monti seine „Strategie zur Bewältigung der Krise“ näher erläutern. Die Zusammenkunft der beiden Regierungschefs ist Teil der laufenden Pendel-Diplomatie von Euro-Zonen-Regierungschefs. Ziel ist es, vor dem EU-Gipfel im Oktober ausführlich über die Krise zu diskutieren.

La Repubblica, Rom

Monti präsentiert Europa seinen Fahrplan

Dem in seinen Schulden ertrinkenden Katalonien blieb keine andere Wahl: Offiziell bat es Spaniens Regierung um eine Finanzhilfe aus dem Liquiditätsfonds für Autonome Regionen. Mit diesem 5,023 Milliarden Euro schweren Rettungspaket sollen Schulden zurückgezahlt werden. Die Region beantragte die Hilfen mit folgendem Argument: Das Geld „stamme von Katalanen und stehe ihnen folglich auch zu“.

Bei seinem Treffen mit Van Rompuy aber habe Spaniens Regierungschef Mariano Rajoy in keinster Weise von einem europäischen Rettungspaket gesprochen, versichert der spanische Ministerpräsident.

La Vanguardia, Barcelona

Fünf Milliarden schweres Rettungspaket für Katalonien

Wegen Beihilfe zur Entführung, Vergewaltigung und Mord mehrerer Mädchen in den 1990er Jahren wurde Michelle Martin 2004 zu 30 Jahren Gefängnis verurteilt. Ihre vorzeitige Freilassung nach 16 Jahren Haft folgt dem letztinstanzlichen Urteil des belgischen Kassationsgerichts.

Während Martin in einem Klarissen-Kloster in Malonne in Südbelgien unterkommen wird, hofft ihr Ex-Mann Marc Dutrox auch auf eine vorzeitige Freilassung. Allerdings prüft die Landesregierung gerade Mittel und Wege, um ein solches Urteil zu verhindern.

De Morgen, Brüssel

Martin ist frei und die Debatte über zukünftige Dutroux bricht los

52 Tage nach seiner vom Parlament beschlossenen Amtsenthebung hat Traian Băsescu am 28. August wieder sein Mandat als Staatspräsident aufgenommen. Das Referendum, das seine Amtsenthebung hätte bestätigen sollen, wurde vom Verfassungsgericht für ungültig erklärt.

Senatspräsident Crin Antonescu und Regierungschef Victor Ponta, die sich für das Amtsenthebungsverfahren stark gemacht hatten, glänzten beide durch Abwesenheit: Einer ist in Italien um Urlaub, der andere beruflich in Südafrika.

Revista 22, Bukarest

Băsescu in Cotroceni, Antonescu in Neapel

Die Regierung will 150.000 „Arbeitsplätze der Zukunft“ schaffen, die für drei Jahre zu 75 Prozent vom Staat subventioniert werden. Zielgruppe sind mangelhaft oder gar nicht ausgebildete 16- bis 25-Jährige, die in abgelegenen ländlichen Gebieten oder städtischen Problemzonen leben.

Die 1,5 Milliarden Euro teure Maßnahme erinnert an die 310.000 Arbeitsplätze, die 1997 von Lionel Jospins sozialistischer Regierung für Jugendliche geschaffen wurden.

Le Figaro, Paris

Hollande setzt wieder auf subventionierte Arbeitsplätze

Irlands Regierung muss sein Sozialsystem reformieren, um Armutsfallen zu beseitigen und Besteuerungsgrundlagen zu verbreitern, fordert die EU-Kommission. In ihrem jüngsten Bericht rät sie den Behörden dazu, alle Möglichkeiten in Betracht zu ziehen, bevor sie den Haushalt 2013 festsetzen.

Die Kommission lobt und tadelt: Sie würdigt die Strukturreformen, an denen das 78 Milliarden Euro schwere Rettungspaket der EU-IWF-EZB-Troika hängt, und kritisiert das Arbeitslosengeld, das noch immer nicht gesenkt wurde und Arbeitsuchende nicht dazu ermutigt, sich auf Jobsuche zu begeben.

The Irish Times, Dublin

EU fordert notwendige Sozialstaatsreform

Der 24-stündige Fackellauf der Paralympics ist im britischen Stoke Mandeville gestartet, wo die Idee der Behinderten-Sportspiele entstanden ist. Eröffnet werden die Paralympics im Londoner Olympiastadion von Queen Elizabeth II., sowie dem Herzog und der Herzogin von Cambridge. Mit der Eröffnungsfeier beginnen die fast zwei Wochen dauernden Sportspiele, die am 9. September enden werden.

Logo – The Guardian, London

Eine neues Feuer: Großbritannien könnte sich erneut in die Spiele verlieben