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10. Oktober 2012
Presseurop
Ta Nea, Bild, Die Presse & 4 weitere

Der vielbeachtete Besuch Angela Merkels in Athen endete ohne konkretes Ergebnis. Die Bundeskanzlerin bekräftigte ihre Unterstützung für den Verbleib Griechenlands in der Eurozone und begrüßte die Bemühungen des griechischen Volks. Sie kündigte hingegen weder eine Beschleunigung der Hilfszahlungen noch einen Zeitplan für das Erreichen eines ausgeglichenen Haushalts an.

Ta Nea, Athen

Sie kam, sah und siegte

Das Boulevardblatt prangert die „widerlichen Proteste gegen Merkel in Athen“ an und bedauert, dass die Deutschen „NOCH“ mehr zahlen sollen und spielt damit auf die 30 Millionen Euro an, die Deutschland im Rahmen der EU für die Reform der griechischen Verwaltung zahlen wird.

Bild, Berlin

Das hat Deutschland nicht verdient!

„Bundeskanzlerin Merkel bemüht sich um einen neuen Ton gegenüber Griechenland“, schreibt die Tageszeitung. Weit entfernt von der Route der Kanzlerin demonstrierten in Athen 40.000 Menschen gegen den Sparkurs der Regierung.

Die Presse, Wien

Nackte Angst vor deutschen Sparkurs

Die französische Nationalversammlung hat den Vertrag über Stabilität, Koordinierung und Steuerung in der Wirtschafts- und Währungsunion (Fiskalpakt) mit 477 gegen 70 Stimmen ratifiziert. Jedoch stimmten 20 Abgeordnete der Sozialisten von Präsident François Hollande dagegen. Mit den 282 Ja-Stimmen aus dem linken Lager für den von Ex-Präsident Sarkozy ausgehandelten Text, kam die Regierung auf etwas mehr als die absolute Mehrheit (274 Stimmen).

La Tribune, Paris

Holland bekommt ein „Ja, aber...“ des linken Lagers

In seiner Rede beim Parteitag der Konservativen sagte Großbritanniens Premierminister David Cameron, er wolle „auf Augenhöhe mit der britischen Öffentlichkeit“ über die Schwierigkeiten und Herausforderungen für das Land reden, schreibt die Londoner Tageszeitung. Die Grundwerte wie „harte Arbeit, starke Familie, Verantwortung übernehmen und anderen beistehen“ würden benötigt, damit die Nation die schlimmste Wirtschaftskrise seit Jahrzehnten „überstehen“ kann, sagte Cameron.

The Daily Telegraph, London

Großbritannien muss schwimmen, oder es wird untergehen, warnt David Cameron

Mit 276 von 350 Stimmen hat das spanische Parlament einen Vorschlag der separatistischen katalanischen Partei Esquerra Republicana de Catalunya (ECR) abgelehnt, dem katalanischen Parlament die Befugnis zu erteilen, selbst Volksentscheide ansetzen zu dürfen. Das wäre eine rechtliche Unterstützung für das mögliche Unabhängigkeits-Referendum im Anschluss an die katalanischen Regionalwahlen vom 25. November gewesen. Die Entscheidung betrifft auch ein eventuelles Referendum im Baskenland, wo am 21. November gewählt wird und alles auf einen Sieg der Baskischen Nationalistischen Partei (PNV) hindeutet.

El Correo, Bilbao

Parlament schließt die Tür zu einem Referendum in Katalonien und Baskenland

Bundespräsident Joachim Gauck ist am 10. Oktober zu seinem Antrittsbesuch in der Tschechischen Republik eingetroffen. Er wird auch Lidice besuchen, ein Dorf, wo 1942 die Nationalsozialisten als Vergeltung für das Attentat auf den Stellvertretenden Reichsprotektor in Böhmen und Mähren Reinhard Heydrich ein Massaker angerichtet haben. Fast alle Einwohner wurden ermordet oder deportiert. Gauck ist der erste deutsche Bundespräsident, der die Gedenkstätte Lidice besucht.

Logo – Mladá Fronta DNES, Prag

„Ich denke an die Überlebenden von Lidice“